Eine kurze Geschichte Wiens

Die Hauptstadt der Republik Österreich

Wien zählt heute knapp 1,9 Millionen Einwohner und ist die Hauptstadt der Republik Österreich. Die Stadt liegt im Osten Österreichs an der Donau und ist, was die Einwohnerzahl betrifft, nach Berlin die zweitgrößte Stadt im deutschsprachigen Raum.

Die Metropole ist heute insbesondere für ihre kulturelle Vielfalt
bekannt und ist mit über 16 Millionen Nächtigungen pro Jahr ein überaus beliebtes europäisches Reiseziel.

Panorama der Stadt Wien bei Nacht
Panorama der Stadt Wien bei Nacht

Das heutige Wien beruht auf dem römischen Legionslager Vindobona, das Ende des 1. Jahrhunderts nach Christus errichtet wurde. Dieses wurde 433 aufgegeben, dennoch war Wien auch anschließend durchgehend besiedelt.

1156 wurde Wien zur Hauptstadt Österreichs. 1221 erhielt Wien sein Stadtrecht. Bis 1918 war Wien die Residenzstadt der Habsburger und damit Kaiserstadt.

Zu den bedeutendsten Jahreszahlen rund um Wien gehören unter anderem die Gründung der Universität Wien 1365, die Vernichtung der jüdischen Gemeinde 1421, 1469 die Errichtung des Bischofssitzes sowie die beiden Türkenbelagerungen 1529 und 1683.

Statue Prinz Eugens am Wiener Heldenplatz mit dem Naturhistorischen Museum im Hintergrund
Statue Prinz Eugens am Wiener Heldenplatz mit dem Naturhistorischen Museum im Hintergrund

Als Folge der Schleifung der Stadtmauer, die der heutigen Ringstraße entspricht und 1857 beschlossen wurde, kam es zu einer Reihe von Stadterweiterungen, wodurch die Stadt erheblich wuchs und rund um 1910 bereits über 2 Millionen Einwohner hatte.

Nach dem Ende der Habsburgermonarchie wurde Wien 1920 Bundeshauptstadt der Ersten Republik. 1922 erfolgte die Trennung von Niederösterreich, wodurch die Stadt zu einem eigenständigen Bundesland wurde.

Ab 1934 war sie eine bundesunmittelbare Stadt und ab 1939 ein Reichsgau. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Wien 1945 als Bundeshauptstadt und Bundesland wiedererrichtet. Bis zum Staatsvertrag 1955 war Wien von den vier allierten Mächten besetzt und in verschiedene Besatzungszonen unterteilt.

Sitz der Vereinten Nationen (UNO) im 22. Bezirk in Wien
Sitz der Vereinten Nationen (UNO) im 22. Bezirk in Wien

In kultureller Hinsicht zeichnet sich Wien durch seine renommierten Kulturinstitutionen aus. So gilt, die Wiener Staatsoper als eines der bedeutendsten Opernhäuser der Welt. Ebenso ist das Wiener Burgtheater eine Institution im deutschsprachigen Theaterraum.

Wien galt auch vor dem Beginn des Ersten Weltkrieges als Hort der Intellektualität, was unter anderem anhand von berühmten Persönlichkeiten wie Sigmund Freud und Stefan Zweig dargelegt werden kann.

Bekannt ist die Bundeshaupstadt natürlich auch für ihren eigenen Wiener Schmäh, der eine besondere Ausprägung des schwarzen Humors darstellt. Was Humor in Österreich betrifft, erlangte im vergangen Jahrhundert insbesondere Helmut Qualtinger besondere Berühmtheit, dessen Herr Karl noch immer eine der besten Darbietungen über einen unpolitischen und ideologiebefreiten Wendehals darstellt und damit im Sinne der politischen Bildung zeitlos ist und bleibt.

Die Bedeutung Wiens als Standort von internationalen Konferenzen und Organisationen zeigt sich unter anderem dadurch, dass Wien seit 1980 einer der vier Hauptsitze der Vereinten Nationen sowie seit 1995 Sitz der OSZE ist.

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