Weinbau in Österreich

Das Land der Winzer

Österreich ist ein bekanntes und renommiertes Weinbaugebiet im Herzen Europas. In insgesamt 549 österreichischen Gemeinden wird heute Wein angebaut. Wenngleich die größten Weinflächen im Osten des Landes liegen, sind doch in allen Bundesländern zumindest kleine Anbaugebiete.

98% der österreichischen Weinbauflächen befinden sich in Niederösterreich (61%), dem Burgenland (27%) sowie der Steiermark (10%).

In absoluten Zahlen sind es:

  • 28.145 ha in Niederösterreich
  • 13.100 ha im Burgenland
  • 4.633 ha in der Steiermark

Ein Blick auf die Karte offenbart, wie diese groß wirkenden Zahlen durch die gesamtösterreichische Perspektive relativiert werden. Das österreichische Staatsgebiet umfasst nämlich rund 8 387 900 ha.

Damit ist Wein zwar aus Sicht der österreichischen Flächenverteilung ein marginaler Faktor, doch was den sozialen Stellenwert des Weines betrifft, ist die Flächenverteilung dahingehend irreführend.

Nach den bereits genannten Bundesländern Niederösterreich, Burgenland und Steiermark hat Wien die viertgrößten Anbauflächen. Der Großteil der Rebstöcke befinden sich in Döbling und Floridsdorf. Aufgrund seiner Weinproduktion ist Wien auch die einzige europäische Hauptstadt, die über eine nennenswerte Weinproduktion verfügt.

In Oberösterreich gibt es insgesamt 31 ha, in Kärnten 68 ha an Weinbauflächen. Kleinste Weingärten gibt es sogar in Salzburg, Tirol und Vorarlberg.

Zusammengefasst gilt, dass Wein ist ein österreichisches Kulturgut, was sich unter anderem in der Heurigenkultur manifestiert. Jährlich werden in Österreich über 240 Millionen Liter Wein konsumiert. Pro Kopf bedeutet dies umgerechnet circa 27,5 Liter pro Einwohner Österreichs.

Anmerkung der Redaktion in Anlehnung an ein berühmtes Zitat eines österreichischen Bürgermeisters: “Wenn ich 27,5 Liter Wein pro Jahr trinken dürfte, dann wär ich am 3. Jänner fertig”